Das Wichtigste zuerst

  • Die Partie endet normalerweise nach zwei aufeinanderfolgenden Pässen.
  • Sicher umschlossene freie Punkte zählen als Gebiet.
  • Tote gegnerische Gruppen werden vor der Wertung entfernt.
  • Weiß erhält Komi als Ausgleich dafür, dass Schwarz beginnt.
01

Gebiet ist sicher umschlossener Raum

Eine leere Kreuzung zählt für Schwarz, wenn sie vollständig von lebenden schwarzen Steinen beziehungsweise vom Brettrand umgeben ist. Für Weiß gilt dasselbe. Offene oder umkämpfte Bereiche zählen für niemanden.

Auf kleinen Brettern lässt sich das gut sehen: Folge vom freien Punkt aus allen möglichen Wegen. Erreichst du nur eine Farbe, gehört der Punkt zu deren Gebiet. Erreichst du beide Farben, ist er neutral.

02

Lebend, tot oder noch unklar?

Eine Gruppe lebt sicher, wenn der Gegner sie nicht mehr schlagen kann. Meist besitzt sie dafür zwei getrennte innere Freiräume, sogenannte Augen. Eine tote Gruppe liegt zwar noch auf dem Brett, kann aber gegen korrektes Spiel nicht gerettet werden.

Vor der Schlusswertung sollten beide Spieler den Status solcher Gruppen gemeinsam bestätigen. Gibt es Streit, wird weitergespielt, bis die Situation eindeutig ist.

Eine ehrliche Wertung zeigt nicht nur das Ergebnis. Sie erklärt sichtbar, welche Punkte warum zu Schwarz, Weiß oder niemandem gehören.
03

Warum Weiß Zusatzpunkte bekommt

Schwarz hat durch den ersten Zug einen kleinen Vorteil. Weiß erhält deshalb Komi – feste Zusatzpunkte, deren genaue Höhe vom verwendeten Regelsystem abhängt. Die halbe Punktzahl verhindert ein Unentschieden.

Für Anfänger ist die konkrete Zahl weniger wichtig als das Prinzip: Der Startvorteil von Schwarz wird ausgeglichen.

04

Ein praktischer Endspiel-Check

Bevor ihr passt, prüft nacheinander: Gibt es noch eine offene Grenze? Kann ein Zug eigenes Gebiet sichern? Kann eine Gruppe leben oder geschlagen werden? Gibt es neutrale Punkte zwischen beiden Gebieten?

Wenn beide Spieler diese Fragen verneinen, ist die Partie bereit für zwei Pässe und die gemeinsame Wertung.